Kommentar zur bgetour2017: Bedingungsloses Grundeinkommen – für alle, die hier sind! In der Grundeinkommensbewegung gibt es, wenn über die Bedingungen diskutiert wird, die ein Grundeinkommen erfüllen muss, eine sonderbare Lücke.

Zu den Demos gegen Ceta, TTIP, TiSA: Bedingungsloses Grundeinkommen und Freihandel sind zwei große Erzählungen, die in mehrfacher Hinsicht in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen.

Kommentar: Was bedeutet die Volksabstimmung in der Schweiz vom 5. Juni 2016 für die Perspektive eines emanzipatorischen Grundeinkommens?

„Grundeinkommen für EinsteigerInnen“ heißt eine Wanderausstellung der Attac AG genug für alle. Auf 25 Tafeln führt sie ins Thema ein und reißt eine Reihe weiterführender Fragen auch allgemein zu Systemen sozialer Sicherheit an.

Die Grundeinkommensszene in Deutschland ist sehr breit, Unternehmer sind darin nur ein kleine Zahl, auch wenn sie öffentlich stark wahrgenommen werden. Ende 2015 hat auch T. Höttges, Vorstandschef der Telekom, sich für ein bge ausgesprochen. Grundeinkommen im Interesse von Großunternehmen?

Bei der Anhörung des Landtages von NRW zur Famlienpolitik am 29. Februar 2016 hat die Fraktion der Piratenpartei das bedingugnslose Grundeinkommen als Option thematisiert und mich als Experten dazu eingeladen. Meine Stellungnahme

Am 19. September 2015 veranstaltete der Wiener Runde Tisch Grundeinkommen eine Tagung zur Diskussion des Verhältnisses von Gewerkschaften und Grundeinkommen. Hier mein Vortrag als Text

Am 10. April 2014 veranstaltete das Netwzer Unconiditional Baisc Income Europe, das aus der Europäische Bürgerintiatiative Grundeinkommen hervorgegangen ist, seine erste öffentliche Großveranstaltung in Brüssel. Ich habe dort in einem Kurzbeitrag den Zusammenhang von Grundeinkommen, Gesundheit und Wachstumskritik beleuchtet: UBI, Health & Degrowth

Heiner Flassbeck und andere AutorInnen aus dem DIW haben kürzlich ein Buch vorgelegt mit dem Titel "Irrweg Grundeinkommen". Sie irren sich, denn soziale Sicherheit für alle durch Erwerbsarbeit kann es nicht (mehr) geben.

Der Arbeitsausschuss der Europäischen Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen hat sich für ein bge ausgesprochen "für alle, die hier sind". Diese Position hatte die Attac AG genug für alle immer schon vertreten und nunmehr auch in der europäischen Diskussion verankert.

Das Projekt in Quatinga Velho, einem kleinen Dorf in Brasilien, scheitert an seinem eigenen Anspruch: Es ist kein bedingungsloses Grundeinkommen. Dort gibt es zwei Menschen, die Geld sammeln und verteilen. Das ist schon von der Form her ein Almosen und kein Recht. ila 367 Juli 2013

 

Das Grundeinkommensprojekt in Otjivero, Namibia, lässt viele Aspekte eines bge als universelles Recht erkennbar werden. Schon bei einer Vortragsreise 2010 hatte ein Vertreter betont: "Es geht um die Würde!"

Aus Sicht der AG "Genug für alle" stellt das bedingungslose Grundeinkommen eine Antwort auf die zunehmende gesellschaftliche Entsolidarisierung dar. Drei Argumente sprechen für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Presseankündigung München September 2012

Bedingungsloses Grundeinkommen und Krise, Beitrag in Blaschke et al., Grundeinkommen. Von der Idee zu einer europäischen politischen Bewegung, vsa-Verlag 2012 (unter CC-Lizenz)

Über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens im Zusammenhang von „Ideologie“ zu reden, kann mehreres bedeuten. Paradigmata 2011

 

Tübus umsonst! Was hat der kostenlose öffentliche Nahverkehr mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun? 2011

Was stellen Sie sich unter einem bedingungslosen Grundeinkommen vor? Interview mit einer Schülerin 2010

Warum die AG genug für alle die Beteiligung an einer Bundestagspetition zum bge ablehnt, Zur Petition von Susanne Wiest 2010

Lange Zeit war kein Einkommen, sondern der Zugang zu konkreten Dingen Voraussetzung zur sozialen Sicherheit. Erst im Kapitalismus wurde es notwendig, diese Dinge fast alle mit Geld zu kaufen, deshalb ist nunmehr ein Einkommen unabdingbar. Wozu braucht also der Mensch ein Grundeinkommen und wozu taugt die Idee? (geplanter Buchbeitrag 2008)

Grenzen ziehen! Die Einschätzung des sogenannten „liberalen Bürgergeldes“ stellt keinerlei Problem dar, 2008

Überlegungen zur Zukunft der Arbeit. Arbeit ist ein historisch gewachsenes Zangsverhältnis, Jahrbuch Pädagogik 2007

Und weil der Mensch ein Mensch ist. Vorwort zum Grundeinkommenspapier von Attac Duisburg 2007

Das Grundeinkommen als Globales Soziales Recht, Schlusspodium auf dem 2. deutschsprachigen Grundeinkommenskongress in Basel, Oktober 2007

Attac Deutschland, die öffentliche Daseinsvorsorge, das Grundeinkommen und die Utopie, Podium auf dem 2. deutschsprachigen Grundeinkommenskongress in Basel, Oktober 2007

Die Arbeit pfeift aus dem letzten Loch? Straßenzeitung "Augustin" Wien 2007

Alle Menschen haben das Recht auf Teilhabe. Von der Marktorientierung hin zur Politisierung der Bedürfnisse, Rundbrief Netzwerk Grundeinkommen 2006

Für ein bedingungsloses Grundeinkommen sind Finanzierungsmodelle unvermeidlich, aber schädlich, Rundbrief Netzwerk Grundeinkommen, 2006

Eine Gesellschaft aus freier Übereinkunft ihrer Mitglieder, Diskussionsbeitrag verdi 2006

Vollbeschäftigung ist im globalem Rahmen überhaupt nicht denkbar; Vortrag Mitgliederversammlung Netzerk Grundeinkommen 2005

Fünf Gründe für ein bge. Vortrag AWO 2005 - gibt's auch als Präsentation

Wie Attac D zum Grundeinkommen kam. Vortrag auf dem bge-Kongress in Wien 2005

Es ist genug für alle da. Jahrbuch Gerechtigkeit 2005

Vom Mangel zur Fülle. Ein bge kann und sollte weitgehend nichtmonetär sein. Streifzüge Nr. 33, 2005

Es ist genug für alle da. Warum wir ein Grundeinkommen brauchen und uns leisten können, 2004